Im Auftrag des BFE untersuchte HSG-Professor Rolf Wüstenhagen mit seinem Team, wer in erneuerbare Energien investiert und warum die meisten Investitionen in diesem Bereich im Ausland getätigt werden.

Wie wirkt sich das revidierte Energiegesetz auf die Bereitschaft von Investoren aus, in erneuerbare Energien zu investieren?
Positiv ist sicherlich die Signalwirkung, dass 58 Prozent der Stimmbevölkerung im Frühjahr 2017 für dieses Gesetz gestimmt haben. Dies gibt den Investoren Vertrauen, dass die Energiepolitik wirklich in diese Richtung gehen wird. Kritisch ist hingegen die enthaltene zeitliche Befristung für die Förderung von erneuerbaren Energien, etwa mit dem Auslaufen des KEV-Modells.

Warum?
Dies wirkt verunsichernd. In anderen Ländern wie Italien und Deutschland machte man ähnliche Erfahrungen, wenn es zu grundlegenden Veränderungen bei der Einspeisevergütung kam. Es gab zunächst einen Rush, weil möglichst viele ihr Projekt
noch mit der Förderung realisieren wollten. Nach der Torschlusspanik kam es dann zum Einbruch der Investitionen.

Welche erneuerbaren Energien sind heute für Schweizer Investoren attraktiv?
Sonne, Wind und Wasser sind am attraktivsten, haben aber alle ihre spezifischen Herausforderungen. Der Fokus unserer Studie lag auf Wind- und Wasserkraftinvestitionen. Wir stellten fest, dass diejenigen Investoren, die Windenergieprojekte in der Schweiz realisieren konnten, mit der Performance zufrieden waren. Zum Teil schnitten diese Projekte sogar besser ab als jene im Ausland. Es stecken jedoch viele unrealisierte Windprojekte in der Pipeline, weil die Bewilligungsverfahren viel länger dauern als in anderen Ländern.

Lesen Sie das vollständige Energeia-Interview.

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