Geheimnisvoll und rätselhaft wie die hängenden Gärten in Babylon mögen sie bis jetzt manchen vorgekommen sein, die Effizienzpotenziale im Bereich Gebäudetechnik. Mit einer neuen Studie im Auftrag des Bundesamts für Energie konnte nun der Schleier weitgehend gelüftet werden. Es zeigt sich in der Tat, dass die Effizienzpotenziale reichhaltig und vielfältig sind: Über 150 Massnahmen wurden mit Hilfe von Branchenvertretern und Experten identifiziert und untersucht.
Versteckt sind die Potenziale in allen Bereichen unseres Lebens. Wir entdecken sie in der Wohnung, in Schulgebäuden, im Büro, beim Einkaufen, in Spitälern und anderen Pflegeeinrichtungen. Vielfältig sind auch die Dienste, die uns Energie liefern, angefangen beim warmen Wasser am Morgen über eine angenehme Raumtemperatur zu jeder Jahreszeit und belüftete Sitzungszimmer hin zu beleuchteten Korridoren und hilfreichen Einrichtungen wie Lifte, Rolltreppen oder Schliessanlagen.
Noch vielfältiger sind die Massnahmen, mit denen die Energieeffizienz in diesen Bereichen gesteigert werden kann. Entscheidend sind die jeweils richtigen Entscheide bei einem Neubau und bei der Erneuerung. Hier kann mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien zusätzlich der Ausstoss von klimaschädlichen Treibhausgasen vermieden werden. Sehr wichtig ist zudem, den Betrieb der gebäudetechnischen Anlagen regelmässig zu überprüfen. Versierte Fachleute, effiziente Komponenten und gebäudetechnische Funktionalitäten wie Steuerungen, Regelungen und Energiemonitoringsysteme unterstützen die Gebäudeeigentümer und –betreiber bei der Umsetzung. Wichtig ist die permanente Aufmerksamkeit des für den Betrieb zuständigen Personals.
Martin Jakob, Energieexperte TEP Energy

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