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Ein forschender Blick auf die regionale Partizipation


Die Rollen und Pflichten der Beteiligten von Anfang an definieren! Deutlich machen, dass Partizipation nicht mit der Zustimmung für das Projekt gleichgesetzt werden kann!

So lauten zwei Empfehlungen aus der Studie «Aufbau der regionalen Partizipation im Sachplanverfahren zur Standortsuche von geologischen Tiefenlagern». Die 2014 erschienene Studie hat den Aufbauprozess der regionalen Partizipation dokumentiert und die wichtigsten Erkenntnisse in Form von «Lessons Learned» und Empfehlungen zusammengefasst. Mit dem politikwissenschaftlichen Dissertationsprojekt «Partizipative Entsorgungspolitik» an der Universität Bern läuft nun ein zweiter Teil der Begleitforschung zu den Regionalkonferenzen. Darin wird die aktuell tatsächlich laufende Umsetzung der regionalen Partizipation analysiert. Unter anderem sollen es die Ergebnisse des Forschungsprojekts dem BFE ermöglichen, Schwächen und Stärken zu erkennen sowie die partizipativen Prozesse zu verbessern. Weiter soll auch ein Vergleich zu anderen Grossprojekten gezogen werden, damit die Erfahrungen und Erkenntnisse weitergreifend nutzbar gemacht werden können. Ein Teilprojekt der Studie widmet sich der Beteiligung von Frauen und Jugendlichen bei technischen Langzeitprojekten.

Sowohl die erste Studie als auch die laufende Begleitforschung zur Partizipation sind Teil des BFE-Forschungsprogramms «Radioaktive Abfälle». Dieses koordiniert die regulatorischen Forschungstätigkeiten des Bundes im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Neben technisch-naturwissenschaftlichen Projekten – welche vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI betreut werden – adressiert das Programm auch geistes- und sozialwissenschaftliche Themen. Hier finden Sie das aktualisierte Forschungsprogramm 2013 bis 2016.

Simone Brander, Leiterin Dienst Grundlagen Entsorgung, Bereichsleiterin Forschung

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