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Eine Wärmepumpe anstelle der dezentralen Elektroheizung: Eine Stockwerkeigentümerschaft im Kanton Solothurn hat das gemacht. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, aber eines mit grossem Energiesparpotenzial.

Die dezentrale Elektroheizung in diesem Mehrfamilienhaus stammte aus den 1980-er Jahren. Damals erstellte man aufgrund des Ölschocks keine Ölheizung, sondern liess eine dezentrale Elektroheizung installieren, welche die Wärme für die Fussbodenheizung und das Warmwasser lieferte.

Noch heute gibt es in der Schweiz zahlreiche Elektroheizungen. 2019 lieferten diese direktelektrischen Heizungen ca. 6% der in der Schweiz benötigten Raumwärmeenergie, benötigten dafür aber mehr Strom als alle installierten Wärmepumpen zusammen. Im Vergleich dazu produzierten die ca. 330’000 Wärmepumpen-Anlagen in der Schweiz ungefähr 15% der benötigten Heizenergie. Mehr Infos dazu findet man in der Statistik der erneuerbaren Energien 2019 (Vorabzug).

Wärmepumpe in Kleiderschrankgrösse

Zurück zum Beispiel der Stockwerkeigentümerschaft aus dem Kanton Solothurn: Die Eigentumswohnungen verfügten also über eine Bodenheizung, aber über keinen gemeinsamen Heizraum und über kein Heiz- und Warmwasserverteilsystem. Was für eine Lösung bot sich da also? Die Stockwerkeigentümerschaft entschied sich für ein gemeinsames Erdwärmesondenfeld, welches unterhalb der Zugangswege erstellt werden konnte.

Neu wurde für jede Wohnung statt der Elektroheizung eine kleiderschrankgrosse Wärmepumpe eingebaut. Mit etwas Kreativität konnte für jede Wärmepumpe der nötige Platz gefunden werden. So stehen diese heute auf dem Estrich, in Abstellkammern, Dachschrägen der Wohnung oder im Keller. Das Sole-Verteilnetz von den Erdwärmesonden zu den Wärmepumpen fand noch Platz in einem vorhandenen Schacht.

Grosses Energiesparpotenzial

Die neue, energieeffiziente Anlage stellt nun sicher, dass die Bewohnerinnen und Bewohner warmes Wasser und eine warme Stube haben. Mit dem neuen Konzept kann cirka drei Viertel der vorher benötigten Elektrizität eingespart werden. Das schont nicht nur das Portemonnaie, sondern auch unsere Umwelt.

Die Anlage wurde 2019 erstellt und läuft nun schon ein paar Monate reibungslos. Das Beispiel dieser Solothurner Stockwerkeigentümerschaft illustriert quasi die Geothermie Statistik 2019, die soeben publiziert wurde.

Rita Kobler, Fachspezialistin Geothermie, Bundesamt für Energie

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2 Kommentare
  1. Hubert Kirrmann
    Hubert Kirrmann sagte:

    Ist die Wärmepumpe immer noch nachhaltiger als eine Gasheizung oder WKK, wenn der Strom aus Gaskraftwerken oder Kohlekraftwerke kommt?

    Antworten

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