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Grüne Flächen gegen überhitzte Städte


Am 16. IGE-Planerseminar der Hochschule Luzern – Technik & Architektur zeigen Spezialisten auf, wie die Städte der Zukunft nachhaltiger werden und wie sie auf die steigenden Temperaturen reagieren können.

Der Sommer 2003 war einer der heissesten seit Beginn der Messungen, in den letzten Jahren waren heisse Sommer fast schon die Normalität. An 600 Stunden, umgerechnet 25 Tagen à 24 Stunden, war die Luft in Neubauten überhitzt. Solche Sommer könnten in der Zukunft zur Regel werden, wenn Forscher etwa für Luzern im Jahr 2060 mit jährlich 25 bis 40 Hitzetagen rechnen. «Darauf müssen Städtebauer reagieren», sagt Gianrico Settembrini, Forschungsgruppenleiter am Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern. Er spricht am 16. IGE-Planerseminar des Instituts für Gebäudetechnik und Energie am 18. März 2020 über das Thema «Begru?nung und Stadtklima im Zeichen des Klimawandels».

Doch um Städte klimagerechter bauen zu können, braucht es Daten, auf deren Grundlage Begebenheiten vor Ort untersucht und Entscheidungen getroffen werden können. Daniele Santucci von der Technischen Universität München spricht daher über «Climatewalks» als Methode menschenzentrierter Umweltsensorik. Um das Klima in Städten zu verbessern, müssten möglichst viele Flächen begrünt werden – nicht nur Vorgärten, sondern auch Fassaden und Dächer. Begrünung im innerstädtischen Bereich ist längst kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit, stellt Roger Ingold von Ingold Gartenbau und Begru?nungen AG in seinem Vortrag fest.

Das Problem der überhitzten Städte in überheissen Sommern potenziert sich mit zunehmender Grösse der Stadt. Asiatische Städte reagieren darauf mit dem Konzept der «Dense + Green Cities», die Architektur als urbanes Ökosystem sehen, wie Prof. Dr. Thomas Schröpfer von der Singapore University of Technology and Design in seinem Vortrag ausführen wird.

Prof. Urs-Peter Menti, Institut für Gebäudetechnik und Energie IGE, Hochschule Luzern

Foto: Iwan Baan

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