Kleine Tour de Suisse


Kürzlich haben wir zwei Velotouren getestet, die wir Daheimgebliebenen gerne weiterempfehlen: die Etappe der Herzroute von Romont nach Lavaux mit herrlichem Blick auf den Genfersee und eine alpine E-Bike-Tour im Emmental bzw. Entlebuch.

Herzroute
Die Herzroute führt vom Bodensee quer durch die Schweiz bis an den Genfersee. Wir sind davon über 50 Kilometer gefahren – von Romont bis Lausanne, vorbei an Bauernhöfen, Dorfkirchen und Wäldern. An diesem Sommertag begegneten wir kaum Automobilisten, sondern vielmehr Rennvelofahrern und E-Bikern. Dank eher sanften Hügeln lassen sich die rund 550 Höhenmeter auch ohne Hilfsmotor in rund fünf Fahrstunden bewältigen. Belohnt wird man mit einem atemberaubenden Ausblick auf das UNESCO-Weltkulturerbe und Weinanbaugebbiet Lavaux sowie einen Sprung in den blau glitzernden Genfersee.

Merängge-Blitz
Gestärkt von einer „Riesenmerängge“ brachen wir zwei Tage später mit einem E-Bike vom Hotel Kemmeriboden-Bad auf, das wir dort gemietet hatten. Der Merängge-Blitz sollte noch viele interessierte Blicke auf sich ziehen. Doch zuerst mussten wir einen steilen, steinigen Hang überwinden, wobei die Fahrt mit dem Stromer für Ungeübte zur Herausforderung wurde. Nach dem Mittagessen im Dorf Sörenberg nahmen wir den Rückweg via Tannisboden in Angriff. Während einer Pause im Restaurant Rossweid luden wir unsere E-Bikes in der Toilette der Bergstation auf, um mit genügend Energie nach Hause zu kommen. Bald liessen wir die Glace-Esser und spielenden Kinder hinter uns. Der Weg führte uns nun teilweise über Alpweiden mit frei grasenden Kühen und Schotterpisten zum Alp-Kiosk in Tannisboden, wo wir uns nach der unerwartet strapaziösen Fahrt mit Alpkäse eindeckten. Danach verfuhren wir uns erneut, weshalb wir beinahe den letzten Bus von Kemmeriboden nach Hause verpassten. Für Nicht-Mountainbiker empfiehlt es sich, die mehrstündige Route vorgängig genau zu planen und Tipps von Einheimischen einzuholen, um nicht unabsichtlich auf steinigen, alpinen Wanderwegen zu landen, die sich nicht als Abkürzung entpuppen.

Angela Brunner, Fachspezialistin Medien und Politik

1 Antwort
  1. Hermann
    Hermann sagte:

    Liebe Angela
    Für längere Velotouren sind Tipps von Einheimischen nicht immer eine sichere oder rasch verfügbare Lösung. Damit Ihr euch auf der nächsten Velotour nicht wieder verfahrt, empfehle ich schweizmobil.ch oder die App Mapout mit der GPS-Funktion des Smartphones zu nutzen. Bei Schweizmobil findet ihr das vollständige Schweizer Velo-, Bike- und Wanderroutennetz. Eine gute Alternative für Velotouren ist Mapout. Diese App umfasst das Veloroutennetz der Schweiz und des Auslands und zeigt für jede beliebige Velorouten-Strecke auf einfachste Art das Höhenprofil und die Distanz.
    Ich wünsche Euch viel Erfolg

    Antworten

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